Allen unseren Lesern wünschen wir ein gesegnetes Weihnachtsfest…
Allen unseren Lesern wünschen wir ein gesegnetes Weihnachtsfest…
Kann es Weihnachten werden?
Gestern war der Tag der größten Finsternis, wie man so sagt der kürzeste Tag. Das las ich in den Internetnachrichten, als ich meine e-Mails noch schnell abholte.
In der Nachrichtennotiz stand auch etwas sehr, sehr tröstliches: Das stand was uns müde macht. Ich dachte immer, das kommt vom arbeiten oder vom langen Feier am Wochenende oder vom zu lange aufbleiben.
Aber nein. Melatonin ist an allem Schuld! Melatonin! Das ist das Nachthormon, das den Organismus dazu bewegt, von Arbeit auf Ruhe umzustellen.
Ach, ist das herrlich!
Wenn es morgens schwer fällt aufzustehen: Melatonin.
Wenn mittags die Augenlider schwerwerden : Melatonin.
Was für ein nettes Hormon. Wie entlastend! Da darf man ruhig gähnen!
Wie schön, dass es die Weihnachtsfesttage gibt! Besinnung auf Gott, auf das Wunder der Weihnacht. Ruhe nach dem Sturm der Familienbegegnungen. Ein wenig Ausschlafen – Melatonin austoben lassen…
Und eben auch mal in die Kirche zum Gottesdienst gehen, zur Messe, zur Heiligen Liturgie.
Da passt das Bibelwort des heutigen Tages aus den Losungen:
| Der HERR schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage. Psalm 14,2 |
Nach Gott fragen, dass hat mit Klugheit, mit Weisheit zu tun. Damit, dass man verstehen möchte. Wo man herkommt, wo es hingeht. Wie es überhaupt im Leben warum zugeht.
Nun, wenn ihr hier sitzt, dann hat das auch mit dieser Klugheit zu tun. Mit dem Verstehen wollen, wie es überhaupt zum Christfest kommen konnte. Dem Fest, dass uns alle angeht: Gott will uns einmal in seine Herrlichkeit hineinnehmen können.
So, wie es das alte Lied ausdrückt:
Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich
In seinem höchsten Thron,
Der heut’ schließt auf sein Himmelreich
Und schenkt uns seinen Sohn.
Sein „Himmelreich“, da, wo Gott ist. Wo es paradiesisch schön ist. Wo das Weinen aufhört, die Schmerzen, der Kummer. Wo nichts Gottes Liebe hindert.
Der Weg dahin ist geöffnet durch das Geschenk, das in Christus verborgen ist.
Das Geschenk, das Du Heiligabend bekommst, soll an dieses Geschenk erinnern, das uns Gott gemacht hat, indem er Jesus hat werden lassen. Für Dich.
Deshalb:
ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!
Extra ecclesiam nulla salus
So hören wir es immer wieder: „Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil.“
Der Satz stammt von Cyprian von Karthago, der um 200 geboren in Karthago wurde dort 258 starb. Heute als Heiliger (16. September) verehrt, wurde er damals aus der Gemeinde und von der Gemeinde zum Bischof von Karthago gewählt. (Heute werden in der römisch-katholischen Kirche die Bischöfe von Rom bestimmt und eingesetzt.) Zudem hat er sich bleibenden Ruhm als bedeutender kirchlicher Schriftsteller erworben.
1200 Jahre später wurde seine Aussage zum Dogma. In der Allgemeinen Kirchenversammlung von Florenz (1438–1445; eine Partikuarsynode nur der römisch-katholischen Kirche, also keine Allgemeine Kirchenversammlung, sondern ohne alle anderen Kirche, z.B. der orthodoxen Kirchen des Ostens) wurde verkündet:
„Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] glaubt fest, bekennt und verkündet, dass ‚niemand außerhalb der katholischen Kirche — weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter — des ewigen Lebens teilhaftig wird.“
Strammkatholiken wie die Piusbrüder, aber auch der schlichte Katholik verstehen den Satz des Cyprian so, als bezöge er sich allein auf die römisch-katholische Papstkirche. Also: Nur wer Mitglied der Papstkirche ist, kommt nach seinem Ableben auf Erden zu Gott. (Lumen gentium Nr. 14 „Darum könnten jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollten.“)
So wird nun gedacht: Nur in der (dieser) Kirche wird das volle Heil angeboten. (Das ergibt sich aus Lumen gentium Nr. 15: Hier werden alle anderen Kirchen (einige werden nur als Gemeinschaften bezeichnet) abgewertet.)
Das wiederum hat Cyprian nicht gesagt. Denn dieser Satz besagt, das außerhalb der Kirche das unvollkommene Heil angeboten wird, was immer das sei. Oder anders gesagt: Kommt man auch zu Gott, wenn nur das unvollkommene Heil angeboten wird? Und: Wer bestimmt, was das vollkommene Heilsangebot ist, Rom oder Gott?
Schauen wir lieber in Cyprians Zeit, um seinen Ausspruch zu verstehen. Damals gab es weder die römisch-katholische noch irgendeine andere konfessionelle Kirche. Es gab Kirche, nämlich Kirchengemeinden. Nur in ihnen, sofern sie rechtgläubig waren, wurden gültige Sakramente gestiftet, der Lehre der Apostel gemäß gepredigt, standen die Bischöfe, Priester und Diakone in der apostolischen Sukzession, waren also gültig geweiht. Nur solche Gemeinden waren Kirche Jesu Christi, nur in ihnen wurde der Weg zu Christus recht gewiesen. Nur in solchen Gemeinden (und Kirchkörpern) gibt es das Heil. So jedenfalls hat Cyprian seinen Ausspruch verstanden. (siehe auch wikipedia; nach dieser Quelle haben wir auch zitiert.)
Erst im auf Cyprian folgenden Jahrhundert entstanden nicht gleichförmig organisierte Nationalkirchen,Territorialkirchen, die teilweise auch nicht Gleiches lehrten, wie die Diskussionen um ein gemeinsames Glaubensbekenntnis (das Nicäno-Konstantinopolitanum ) zeigten.
Teilweise konkurrierten diese Kirchen auch um die Rechtmäßigkeit ihres Anspruchs. Damit begann die Umdeutung der Idee Cyprians. Eine jeweilige Kirche beanspruchte, die allein richtige zu sein – und außerhalb von ihr gab es dann kein Heil. Da die Vorgängerkirche der heutigen römisch-katholischen Kirche, die sich eigentlich erst mit dem Tridentinum und dem ersten vatikanische Konzil (beides übrigens nicht Konzile der gesamten Kirche, sondern nur der römisch-katholischen Partikularkirche) definiert hat, Staatskirche des mächtigsten damaligen Staates war, konnte sie ihren Anspruch entsprechend laut vortragen: Außerhalb von ihr sollte es kein Heil geben.
Das aber war weder das, das Cyprian gemeint hat, noch sah es die Alte Kirche so. Vor diesem Hintergrund kann man die römisch-katholische Definition nur als Irrlehre bezeichnen.
Auch wenn es unbequem ist: Eine Kirche, die in ihren Reihen ein Sexualverhalten duldet, dass nicht schriftgemäß ist, und das tut die römische Kirche zumindest inoffiziell (und leider nicht nur sie), fällt da nicht mehr drunter.
Das mit dem Sexualverhalten wird gern als Beispiel genommen; es ist anschaulich und überschaubar (siehe auch – hier klicken.
Aber wir möchten nicht missverstanden werden: Es gehört noch viel mehr dazu. Man lese nur beispielsweise im Brief an die Epheser im 5. Kapitel oder an die Kolosser im 3 und 4. Kapitel .
Wohlgemerkt: Diese Worte sind an Christen gerichtet, Menschen, die in der Nachfolge Jesu leben. Nur dann machen sie auch Sinn.
Aufgefallen sind uns die Verse 12 bis 14: „So ziehet nun an, als die Auserwählten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und vertrage einer den andern und vergebet euch untereinander, so jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Über alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.“
Das wäre ein zukunftsweisender „Arbeitsauftrag“ für Christen: irdische Verwirklichung von Heil und ein auf es hinweisendes Zeichen. Dann mag anschaulich werden, was das heißen mag: „Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil.“
Denn Kirche – das ist weder in der Bibel noch in der Zeit der Alten Kirche eine einzige Institution. Kirche: das sind die, die glauben – nämlich Gott vertrauen – und getauft sind, das sind die, die auf ihren Herrn Jesus Christus hören und ihm nachfolgen.
Anm.: Die in Lumen gentium Nr. 15 genannte „Verehrung der jungfräulichen Gottesmutter“ galt auch nicht als Kennzeichen der Kirche. – Ja, Maria gilt unsere Verehrung: als Gottesgebärerin (gr. Θεοτόκος Theotókos, lat. Dei Genitrix), wie es richtig heißt – und damit wird etwas über Jesus gesagt: Er war zur Zeit seines Erdenlebens Wahrer Mensch und Wahrer Gott. Im Volksglauben wird leider aus der Mutter Gottes die göttliche Mutter, zu der dann gebetet wird, wie es nur Gott zusteht und nur zu ihm möglich ist – das sind schon heidnische Vorstellungen!
Wir wünschen…
Ihnen schöne Sommerferien! Möge Gott Sie behüten!
War Jesus nur ein guter Mensch oder ein Prophet?
Denn in ihm (Jesus Christus) wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und ihr seid vollkommen in ihm, welcher ist das Haupt aller Fürstentümer und Obrigkeiten.
Briefe des Hlg Paulus an die Kolosser 2, 9-10
Evangelisch oder katholisch?
„Martin Luther ist katholischer als wir Katholiken heute. Er hat sich bekreuzigt, er hat das Magnifikat gebetet, er hat gebeichtet.“
Reiner Haseloff (CDU), der erste katholische Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, der gebürtiger Sachsen-Anhalter ist.
Quelle: Brüdern-Rundbrief
Gesegnete Ostern 2011!
Moschee=Kirche der Moslems?
Printmedien und Rundfunk und Fernsehen benutzen zunehmend Begrifflichkeiten aus dem Christentum zur Kennzeichnung von Sachverhalten in ausserchristlichen Religionen. So werden islamische oder buddhistische Religionsführer als Geistliche bezeichnet. Und Moscheen werden Kirchen gleichgesetzt – aber immerhin hat sich der Begriff Moschee eingebürgert und wird hoffentlich nicht durch den Begriff Kirche ersetzt.
In Wikipedia wird die Moschee (richtigerweise) so definiert:
Eine Moschee (‚Ort der Niederwerfung‘) ist ein ritueller Ort des gemeinschaftlichen islamischen Gebets und darüber hinaus der politischen, rechtlichen und lebenspraktischen Wertevermittlung im Sinne des Islams sowie ein sozialer Treffpunkt. Sie kann ein Mehrzweckgebäude sein, also auch ein Ort für Unterricht und Gespräche sowie ein Veranstaltungsort für das Feiern gesellschaftlicher Anlässe.
Absehen von einem verschiedenem Verständnis dessen, was ein Gebet ist: Natürlich wird auch in einer Kirche gebetet. Aber dann sind die Gemeinsamkeiten schon vorbei. Eine christliche Predigt nämlich ist weder eine politische noch eine rechtliche Rede. Vielmehr wird vom Heil in Jesus Christus erzählt und zum Glauben: zum Vertrauen in Gott aufgerufen. Die christliche Predigt legt die Heilige Schrift aus. Sie erklärt sie, letztlich Wort für Wort. Denn die Bibel ist Gottes Wort an uns. Also gehen wir mit ihr sorgsam um und versuchen zu verstehen, was wirklich gemeint ist. Grundlage einer Predigt ist die Auslegung – nicht die Hineinlegung dessen, was wir gerne in der Bibel finden möchten.
Lebenspraktische Werte sind auch nur eingeschränkt in einer Predigt zu vermitteln: Das Christentum schaltet nicht alle Menschen gleich und kommandiert sie in eine gleiche Lebensführung. Vielmehr möchte Gott einem jeden dort begegnen, wo er gerade in seinem Leben ist. Das Ziel des Glaubensweges ist Gott selbst; der Weg ist so individuell, wie Menschen nun einmal sind.
Kirchen sind auch nicht soziale Treffpunkte. Das Sich-treffen der Gemeindeglieder ist gewissermaßen eine Nebenprodukt. In ersten Linie geht es um die Gottesbegegnung. Dazu dienen auch die vielen „Kreise“ und Gruppen, die eine Gemeinde haben mag. Deutlich wird das an „Nebensächlichkeiten“: Der Kirchenchor schließt mit einem gemeinsamen Gebet, der weltliche Chor mit Ansagen seines Vorsitzenden. Und wenn Kirchen inzwischen ihre Räumlichkeiten für das Feiern gesellschaftlicher Anlässe, die dem Sinn von Kirche nicht widersprechen, zur Verfügung stellen, so war das nicht ursprüngliche Praxis. Noch in meiner Jugend war das keineswegs üblich. Aber es ist natürlich durchaus sinnvoll – gewissermaßen auch ein Nebenprodukt.
Aus dem oben Gesagten ergibt sich schon, dass zwar die Moschee, aber nicht die Kirche ein „Ort der Niederwerfung“ ist. Niederwerfen tut man sich als Ausdruck des Eingeständnisses, dass jemand unglaublich viel größer und bedeutender als man selbst ist. Das kann ein Christ noch nachvollziehen, ja, auch er bekennt die Allmacht Gottes.
Aber im Christentum geht es weiter. Denn nach dem Eingeständnis unserer Schuld, unserer Sünde (in der Beichte auch genau benannt, also konkret bekannt) will Gott uns zu sich aufrichten. Das drückt sich in der Eucharistie/im Abendmahl auch aus: Wir haben Gemeinschaft mit Gott, wenn wir die Elemente Wein und Brot zu uns nehmen, in denen ja Leib und Blut Christi auf geheimnisvolle Weise enthalten sind. Hat man Gemeinschaft mit jemandem, vor dem man sich niederwirft?
Kann Gott uns näher an sich heranlassen? Auf der Erde wohl kaum. Er will uns ja auch nicht niederwerfen und unterdrücken. Er will uns aufrichten und von unserer Sündhaftigkeit befreien. In der Taufe werden wir ein Teil am mysteriösen Leib Christi.
Kirchen sind eben doch keine Moscheen. Predigt als Erklärung und Deutung der Heiligen Schrift, das Abendmahl: beides etwas, durch das und in dem Jesus uns zu seinen Freunden machen will, uns ernst nimmt, wie wir sind, uns verändern will: innerlich zunächst und stückweise, bis wir einmal ewig bei ihm sein werden: die Sünden wegen Christi Leiden nicht angerechnet, befreit zu einem unvorstellbar herrlichem Sein. So denkt der Koran nicht, so funktioniert die Moschee nicht.
Sowenig das Christentum der Islam ist, sowenig ist eine Kirche eine Moschee.
Tolstoi und Leskow
Neu erschienen ist ein bemerkenswertes Buch: Zwei russische Erzählungen von Leo Tolstoi und Nikolai Leskow. In beiden Fällen beschreiben die Autoren den Weg ihrer Protagonisten zu einem gelebten Christentum. Dabei enden beide Erzählungen relativ offen – der Leser muss die Schlussfolgerung für sein Leben schon selber ziehen!
Leskow hat im Westen wenig Bekanntheit erreicht – zu Unrecht. Seine Erzählung „Der versiegelte Engel“ ist geradezu eine Einführung in das Verständnis der Ikone der orthodoxen Kirchen. Zudem erfahren wir von den Altgläubigen, die sich auf liturgische Reformen nicht eingelassen haben. Heute wissen wir, dass sie keinesfalls in allen Punkten Unrecht hatten. Ihr Schicksal war das des Leidens für den wahren Glauben. Sie stellten zeitweise etwa ein Viertel der Bevölkerung dar – selbst unter der Zarenfamilie fanden sich ihre Mitglieder. Inzwischen ist ein Teil von ihnen wieder mit dem Moskauer Patriarchat verbunden. – In dem neu aufgelegten Buch wird der Weg eines jungen Mannes beschrieben, der seinen Glauben mutig lebt. Leskow erzählt mit fast subtil-ironischer Leichtigkeit. Umso stärker wirkt sein Zeugnis für Gott.
Über Tolstoi soll hier nicht weiter geschrieben werden. Der Wikipedia-Eintrag ist recht gut. Seine Erzählung ist voller Dramatik und einer klaren Fokussierung auf die Suche nach einem Leben in der Wahrheit.
Heute feiert die Christenheit die „Verheißung der Geburt Jesu an Maria“.
Und im sechsten Monat ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertraut (=verlobt)war einem Manne mit Namen Joseph, vom Hause David: und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegrüßet seist du, Holdselige! Der HERR ist mit dir, du Gebenedeite unter den Weibern! Da sie aber ihn sah, erschrak sie über seine Rede und gedachte: Welch ein Gruß ist das?
Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen. Der wird groß sein und ein Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der HERR wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben; und er wird ein König sein über das Haus Jakob ewiglich, und seines Königreiches wird kein Ende sein. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich von keinem Manne weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter und geht jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe ich bin des HERRN Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr. (Lukas 1, 26-38, nach Luther 1545)
Wir können uns freuen: Obschon Maria erschrocken war auf Grund dessen, was ihr begegnete – Gott selber tut sich ihr durch einen Engel kund -, obschon sie sich denken konnte, dass keine leichte Aufgabe auf sie zukommen würde, war sie doch Gott gehorsam und nahm das ihr Zugedachte an. So konnte der Heiland geboren werden.
Wir können uns freuen: Gott hat Maria begnadet. Dabei hat er das Wunder einer Schwangerschaft angekündigt, die nach seinen eigenen biologischen Gesetzen mehr als unwahrscheinlich scheint. Aber sollte nicht der , der das Universum erschaffen hat, in Maria neues Leben schaffen können? Zweifel an der Jungfrauengeburt ist Ausdruck eigener Kleingläubigkeit, die Gott nichts zutraut, die vielleicht sogar mit einem lebendigen Gott nicht rechnet.
Wir können uns freuen: Gott hat angekündigt, dass in Jesus die Gottesherrschaft zum Ziele kommen wird: zur Erlösung der Gläubigen in die Ewigkeit.
So ist die liturgische Farbe für den heutigen Festtag weiß – es ist ein Christusfest, ein Fest des Einbruchs des Lichtes in unsere Dunkelheit. Auch wenn wir mitten in der Passions – oder Fastenzeit sind – heute ist ein Tag der Freude! Seit der Ankündigung der Geburt des Herrn Jesus Christus wissen wir: Gott macht Ernst. Er eilt uns zu helfen.




