„Ist’s an Lichtmess hell und rein,
wird ein langer Winter sein.
Wenn es aber stürmt und schneit,
ist der Frühling nicht mehr weit.“
Sollte das alles sein?
Übermorgen mehr!
„Ist’s an Lichtmess hell und rein,
wird ein langer Winter sein.
Wenn es aber stürmt und schneit,
ist der Frühling nicht mehr weit.“
Sollte das alles sein?
Übermorgen mehr!
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Morgen, am 1. Februar 2009, wird der in der vergangenen Woche gewählte Metropolit (Ober- oder Erzbischof) von Smolensk und Kaliningrad Kyrill als neuer Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche feierlich in sein Amt eingeführt. Stellungsmäßig und historisch, nicht aber inhaltlich, entspricht sein Rang dem des Papstes von Rom.

Delegierte aus über sechzig Ländern gaben ihm 72 Prozent der Stimmen. Das Wahlgreminum, eine Synode aus Geistlichen und Laien, heute als Konzil bezeichnet, geht in seiner Struktur auf die Idee der evangelisch-lutherischen deutschen Kirchensynoden zurück. Zar Peter der Große führte sie in Russland ein.
Kurz vor Bekanntgabe des Ergebnisses strömte aus der Marienikone der Kathedrale eine intensiver wohltuender Geruch aus.
Der 62-jährige Kyrill ist in Russland weit bekannt, zumal er eine eigene wöchentliche Fernsehsendung im ersten russischen Programm hat.
Auch in der Ökumene hat er, der schon unter dem bisherigen Patriarchen Alexij II. wichtige Aufgaben wahrgenommen hat, sich einen guten Namen gemacht.
Die auf ihn wartende Aufgabe wird dennoch keine leichte sein. Zum einen ist seine Kirche, der größte orthodoxe Kirchenkörper, nicht so homogen, wie man es wünschen mag. Durch die Vereinigung mit der „Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland“, die als Folge der Wirren der Revolution und der Zwanziger Jahre (Beginn der Verfolgung der Christen in der Sowjetunion) entstand, hat Kyrill den Ausgleich mit einer eher traditionalistisch gesonnenen Gruppe zu suchen. Zum anderen stehen die ökumenischen Anfragen innerhalb und außerhalb seiner Kirche an. Besonders heikel ist der Kontakt mit der römisch-katholischen Papstkirche, bleiben doch die kirchenrechtlichen Fragen (Überregionale Konfessionskirche oder Nationale Territorialkirche) ungelöst. Dabei sind die Glaubensunterschiede (Papstamt, Marienverehrung und jüngere röm.-kath. Mariendogmen, Ursündenlehre – um nur einige zu nennen) noch nicht einmal thematisiert.

Möge Gott seinen Diener Kyrill leiten – auf viele Jahre!
Dabei sollten wir ihn in unser Gebet einschließen!
(Bildquelle: www.kremlin.ru.)
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Probleme mit Traditionalisten?
Durch die Medien geistern zur Zeit die Nachrichten über die antisemitischen Äußerungen von Bischof Williamson – und die Reaktionen darauf.
Im schwedischen Fernsehen hatte sich Bischof Williamson, einer der vier Bischöfe der traditionalistischen Piusbruderschaft, in erschreckender Weise zur Vernichtung von Juden durch die Nationalsozialisten geäußert. In den deutschen Medien fehlt in der Regel hier der Hinweis, dass Schweden in jenen schlimmen Jahren nicht ganz so neutral war, wie es immer dargestellt wird, und man dass erst in den letzen Jahren damit begonnen hat, diese verborgene Hypothek aufzuarbeiten. Insofern hatten die Worte Williamsons durchaus auch eine innerschwedische Zielrichtung und Brisanz. Sie zeigen zudem, welch trübes Gedankengut immer noch – sogar international – durch einige Köpfe geistert.
Der mehr als berechtigte Sturm der Entrüstung auf Williamsons Äußerungen führte zu der Forderung, die Rücknahme der Exkommunikation von Bischof Williamson rückgängig zu machen. Dabei spielte wohl keine Rolle, dass sich die Piusbruderschaft eindeutig distanzierend geäußert hat.
Unserer Meinung nach werden hier einige Dinge durcheinander geworfen.
Bischof Williams ist als Bischof wiederaufgenommen worden. Dahinter steht sicherlich der Versuch, den Traditionalisten, deren theologische Position innerhalb der röm.-kath. Gesamtkirche ja als legitim angesehen wird, die Arme auszustrecken und ihr denkbares Abgleiten in Sektierertum zu verhindern. Sie sind wieder in der Kirche, in der sie sich immer gesehen haben und zu der sie gehören.
Dieser kirchenrechtlichen Seite mit seelsorgerlichem Einschlag stehen Äußerungen des Herrn Williams gegenüber. Wie soll man sie beurteilen? Hat hier nicht jemand Privates mit Amtlichem vermischt? Das wäre genau so unsinnig gewesen, wenn Herr Williamson in seiner Funktion als Bischof beispielsweise gesagt hätte, dass er Katzen nicht leiden kann. Da hätten die Katzenbesitzer sich aber aufgeregt. Natürlich ist aber ein Bischof auch für Katzenbesitzer da! – An diesem Beispiel wird deutlich: die Äußerungen zu den Juden sind eine Sache, die Aufhebung der Exkomunikation eine ganz andere.
Nun untersteht Bischof Williamson wieder dem Papst. Und der mag ihm bedeuten, was er als Bischof und als Herr Williamson zu tun und was er besser zu unterlassen hat.
An uns liegt es, dafür zu beten, dass Williamson zu neuen Einsichten kommt: dass jeder einzelne Jude – das auserwählte Volk Gottes -, ja jeder einzelne Mensch, an dem Gräueltaten verübt werden, ein leidender Mensch zu viel ist, dass damit Gott selber zugleich mitleidet, schuf er doch „den Menschen sich zum Bilde“: Das Unrecht wird Gott selbst angetan.
Es waren übrigens auch nicht „die Juden“, die Jesus ans Kreuz genagelt haben. Paul Gerhard wußte es besser:
„Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und deiner schweren Martern Heer.“ (O Welt, sieh hier dein Leben (EG 84)
Im Zusammenhang:
1. O Welt, sieht hier dein Leben / am Stamm des Kreuzes schweben, / dein Heil sinkt in den Tod / Der große Fürst der Ehren / lässt willig sich beschweren / mit Schlägen, Hohn und großem Spott.
3. Wer hat dich so geschlagen, / mein Heil, und dich mit Plagen / so übel zugericht’? / Du bist ja nicht ein Sünder / wie wir und unsre Kinder, / von Übeltaten weißt du nicht.
4. Ich, ich und meine Sünden, / die sich wie Körnlein finden / des Sandes an dem Meer, / die haben dir erreget / das Elend, das dich schläget, / und deiner schweren Martern Heer.
5. Ich bin’s, ich sollte büßen / an Händen und an Füßen / gebunden in der Höll; / die Geißeln und die Bande / und was du ausgestanden, / das hat verdienet meine Seel.
Es war ein jeder Mensch in seiner Unvollkommenheit vor Gott, für den Jesus sich hat kreuzigen lassen: „Du (Jesus) springst in Todes Rachen, / mich frei und los zu machen!“
Den Juden dieses anzulasten, ist Ausdruck einer Theologie, die weder den Ernst der Sündhaftigkeit des Menschen noch den Anspruch und die Heiligkeit Gottes verstanden hat.
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Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen und des HERRN Lob verkündigen. (Jesaja 60,6)
All those from Sheba shall come.They shall bring gold and frankincense, and shall bring good news, the praises of the LORD.
Från Saba skall de alla komma, guld och rökelse skall de bära. De skall förkunna HERRENS lov.
Todos os de Sabá, virão; trarão ouro e incenso, e publicarão os louvores do Senhor.
Те всички ще дойдат от Сава; Злато и темян ще донесат, И ще прогласят хваленията Господни.
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Leider ist sie schon ein Massenphänomen unserer Zeit geworden: die Flucht. Nicht nur einzelne Personen oder Familien fliehen aus ökonomischen oder weltanschaulichen Gründen. Ganz Stämme, ja, Teile von Völkern weichen der Gewalt aus – etwa in Afrika oder aus dem Irak.
Ihr Schicksal wurde in gewisser Weise von Jesus Christus geteilt. Darüber wird uns im 2. Kapitel des Evangeliums nach Matthäus berichtet.
Nach der Geburt Jesu – wie geht es da weiter? Hirten besuchen den Neugeboren (darüber im Lukas-Ev. Kap. 2) – im Volkslied als Aufforderung an alle formuliert, zum Heiland zu kommen: „Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Frau’n.“ Später kamen die Weisen – Grundlage für allerlei Dreikönigsbräuche, die sich allerdings nur indirekt aus der Heilgen Schrift herleiten lassen.
Die Weisen waren zwangsläufig am Hofe Herodes des Königs von Israel gelandet. Er sah im „neugeborenen König der Juden“ sofort eine Bedrohung seiner Herrschaft. Probleme dieser Art löste er durch Ermorden möglicher Konkurrenten. (Mt 2, 16 – 18 ) Selbst seine eigenen Söhne schaffte er so aus dem Weg. Da er den „neugeborenen König“ nicht ausfindig machen konnte, lies er flächendeckend alle möglichen Kinder umbringen: der Kindesmord von Bethlehem. Die Kirche erinnert dies am Fest der Unschuldige Kindlein. Kritiker, die den Massenmord an Kindern für eine Legende halten, begründen ihre Ansicht damit, dass ausserhalb des Neuen Testamentes dieser Mord nirgendwo belegt ist. Allerdings müssten sie zugeben, das der Ablauf der Geschichte absolut in das Verhaltensschema des Herodes passt – und das es vergleichsweise wenige außerbiblische Belege zur Geschichte Israels – und gar zur Geschichte „von unten“ - gibt. Außerbiblisch lässt sich deshalb die Geschichtlichkeit des Kindermordes nicht belegen. Aber damit muss sie nicht notwendigerweise gleich bezweifelt werden.
Gott bringt jedenfalls Jesus in Sicherheit, indem er Joseph deutlich macht: Gehe fort, gehe nicht zurück in das ebenso unsichere Nazareth: Gehe nach Ägypten. Mt 2, 13 – 23
Aus eigenem Nachdenken wäre Joseph nie nach Ägypten gezogen. Die Strapaze des Weges nach Bethlehem dürfte ihm noch gegenwärtig gewesen sein. Aber er ist offen für das Wort Gottes an ihn, und er folgt der Weisung. Hören, zuhören – das ist das eine. Das andere aber ist, das Gehörte auch umzusetzen. Joseph handelt ebenso wie Maria. Er vertraut Gott, er lässt sich auf das Abenteuer des Glaubens ein. Sie sind beide Gott ergeben: Maria aber sprach: „Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast.“ ( Lk1,38 = Evangelium nach Lukas, Kapitel 1, Vers 38 )
http://www.die-bibel.de/nc/online-bibeln/luther-bibel-1984/lesen-im-bibeltext/bibelstelle/Matthäus%202/anzeige/context/#iv
http://www.die-bibel.de/nc/online-bibeln/luther-bibel-1984/lesen-im-bibeltext/bibelstelle/Lukas%201,38/anzeige/context/#iv
(Das Bild stammt von http://www.schadech.blogspot.com/ von den Azoren.)
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Mit Tag(s) versehen: "Kommet, Afrika, Flucht, Geschichte von unten, ihr Hirten", Iraq, Kindesmord, Maria, Massenmord
„Der du die Zeit in Händen hast“ – so beginnt ein Lied von Jochen Klepper. Was können wir in den Händen haben? Sand, der durch die Finger rinnt?
Das träfe unser Empfinden am Jahreswechsel: Wir spüren: Die Zeit verrinnt, wieder ist ein Jahr vergangen. Wir lassen das Geschehene und Erlebte Revue passieren: Was habe ich getan, was erreicht, was habe ich unterlassen, wem habe ich mich versagt, wem geöffnet?
Barg das Jahr Lasten? Sicher doch, und ebenso glückliche Momente! Die sind meistens rarer gesät, gehen oft viel zu schnell vorbei. Momente eben, und doch erinnern wir uns ihrer besonders intensiv. Wir suchen das Glücklich sein, wir suchen Freude. Wir streben nach Harmonie. Und das ist Widerspiegelung dessen, dass wir auf Gott angelegt sind.
In ihm erfahren auch die Lasten unserer Tage ihre Sinngebung, auch wenn es oft genug lange dauert, ehe wir das verstehen und gar zugestehen. Wir wollen alles begreifen – und müssen so oft verstummen im Eingeständnis, dass wir alleine es nicht schaffen.
„Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen sein; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11, 28 (Luther-Übersetzung“; „Hoffnung für alle“: „Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.“) Diese Aufforderung Jesu gilt auch heute noch. Wer ihr folgt, wird reich beschenkt. Er erhält Sinnstiftung in seinem Leben, er erhält ein Ziel über sein Leben auf Erden hinaus.
Da mag im Neuen Jahr kommen, was das will!
„Der du die Zeit in Händen hast,…“ aufgenommen in EG (Evangelisches Gesangbuch) 64, und GL (Gotteslob) 157, veröffentlicht in http://www.gedichte-garten.de/forum/ftopic1328.html
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